FEUERVERZINKUNG

Definition Bei der Feuerverzinkung handelt es sich um die Herstellung von Überzügen aus Zink- bzw. Eisen-Zink-Legierungen durch Eintauchen von vorbereitetem Stahl in geschmolzenes Zink.

Aussehen

Feuerverzinkung ist ein Langzeitkorrosionsschutz, der keinen optischen Anspruch stellt.
Da die Rauheit der Stahloberfläche Einfluss auf die Dicke und Struktur des Zinküberzuges hat, bleiben jedoch Oberflächenunebenheiten des Grundwerkstoffes üblicherweise nach dem Feuerverzinken sichtbar.
 
Auch haben reaktive Elemente im Grundwerkstoff, z.B. Silizium und Phosphor, Einfluss auf die Dicke und das Aussehen von Zinküberzügen. Bei den unterschiedlichen Anteilen dieser Elemente ergeben sich ungleichmäßige und/oder dunkelgraue Überzüge, die spröde und dicker als üblich sein können, sie beeinträchtigen jedoch nicht den Korrosionsschutz.
 
Das Auftreten von dunkel- bzw. hellgrauen Bereichen (z.B. ein netzförmiges Muster von grauen Bereichen) oder eine geringe Oberflächenunebenheit liegen in der Norm und stellen daher keinen Reklamationsgrund dar. Die gilt ebenso für Weißrost, der durch Lagerung unter feuchten Bedingungen nach dem Feuerverzinken entstehen kann, sofern der geforderte Mindestwert der Dicke des Zinküberzuges noch vorhanden ist.
 
Die EN 40-5:2002 lässt als Korrosionsschutz die Feuerverzinkung zu. Dabei richten sich die Anforderungen für die Oberflächenbeschaffenheit und Schichtstärke verbindlich nach der EN ISO 1461.